Papst Benedikt XVI. hat unserer Schwester M. Julitta Ritz am 19. Dezember 2011 den„heroischen Tugendgrad“zuerkannt.
Mit unserem Weihnachtsbrief grüßen wir Erlöserschwestern die Freunde und Förderer unserer Missionstätigkeit in Tanza
Pfadfinder aus Münsterschwarzach im Dienste der guten Sache
Schwarzacher Pfadfinder helfen mit 5.726 Euro afrikanischen Kindern
SCHWARZACH (RU) Drei Tage lang sind sie Anfang Januar durch Schnee und Kälte gestapft, die Schwarzacher Pfadfinder als Sternsinger. Traditionell übernehmen die Jugendlichen in der Marktgemeinde diesen Dienst, schreiben ihren Segensspruch an die Haustüren und bitten um Spenden für Hilfsprojekte.
Heuer kam dabei wieder eine rekordverdächtige Summe heraus: 5726,80 Euro. Das sind sogar noch einmal 150 Euro mehr als letztes mal, freute sich Stammesvorsitzender Philipp Eckl. "Danke euch allen, dass ihr wieder so eifrig mitgeholfen habt", lobte er die anwesenden Pfadfinder.
Im Gruppenraum des Stammes wurde es dabei recht eng. Rund 40 Kinder und Jugendliche, vom Wölfling bis zum Rover, lauschten dem Bericht von Schwester Franzeska Moser und Schwester Irmentraut Michelfeith. Diese erzählten von den Projekten der Würzburger Erlöserschwestern im Süden Tansanias, für die die Sternsinger heuer sammelten.
In fünf Zentren wird dort viel für Kinder getan. So können rund 750 Kinder aus ärmsten Verhältnissen den Kindergarten besuchen. Die Schwestern versorgen die Jüngsten auch mit einem Frühstück aus Getreidebrei und vor allem Milch. Für manche der Kinder ist das wohl die einzige Mahlzeit am Tag, wusste Generalvikarin Sr. Franzeska Moser aus eigenem Erleben zu berichten. Sie war kürzlich erst selbst vor Ort in Afrika.
Als zweites Projekt biete man in den Kinderzentren ein "under five program" für die Kleinsten an. Rund 100 bis 150 Mütter kämen täglich mit ihren Kleinkindern um medizinische Betreuung und Rat zu erhalten. "Der nächste Arzt ist 70 Kilometer weit weg, wenn wir nicht da wären würden sicher viele der Kinder sterben", so Schwester Franzeska. Die Jüngsten seien oft in erschütternder gesundheitlicher Verfassung. Auch dank der Spenden der Schwarzacher Pfadfinder können die Schwestern mit Medikamenten helfen.
Manches, was die Schwarzacher Kinder und Jugendlichen hörten, konnten sie kaum glauben. So etwa, dass die Kühe der Bauern keine Milch mehr geben. Es hat nämlich im Süden Tansanias seit Monaten nicht mehr geregnet und die Tiere können sich nur noch vom kärglichen vertrockneten Gras ernähren. Weil sie zudem dafür sehr weit laufen müssten, seien viele Kühe bis auf die Knochen abgemagert.
Als Dank für die jungen Helfer hatten die beiden Schwestern für jeden der Pfadfinder eine Kette mit Perlen in den Nationalfarben Tansanias und einer Taube aus Ebenholz mitgebracht. Zudem ziert nun auch die tansanische Flagge ihren Gruppenraum. Sie wird die Pfadfinder auch zukünftig daran erinnern, dass es lange nicht allen Kindern so gut geht wie bei uns in Deutschland.
Mit großen Interesse lauschten die Schwarzacher Pfadfinder dem Bericht der Ordensschwestern Franzeska Moser und Irmentraut Michelfeith. Die beiden erzählten von dem Hilfsprojekt in Tansania, für das die 5726 Euro Erlös der Sternsingeraktion bestimmt ist. Foto Georg Ruhsert