Papst Benedikt XVI. hat unserer Schwester M. Julitta Ritz am 19. Dezember 2011 den„heroischen Tugendgrad“zuerkannt.
Mit unserem Weihnachtsbrief grüßen wir Erlöserschwestern die Freunde und Förderer unserer Missionstätigkeit in Tanza

In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die beginnende Industrialisierung für viele Menschen bedrängende soziale Nöte und Probleme mit sich brachte, fühlte sich Elisabeth Eppinger in Bad Niederbronn im Elsass von Gott gerufen, mit gleichgesinnten jungen Frauen den Armen, Kranken und Kindern in den Familien wirksam zu helfen. Sie war tief ergriffen vom "Erlösungsgeheimnis" und suchte mit ihren Schwestern, ausgehend vom Evangelium, den Menschen durch ihr Leben und Tun die Liebe Gottes sichtbar und spürbar zu machen. Mutter Alfons Maria Eppinger sollte durch ihre Gründung "zur Verpflegung armer Kranker und zur Unterstützung anderer Armen" die Werke Barmherzigkeit verwirklichen. In der "Ersten Regel" brachte sie die geistliche Ausrichtung dahingehend zum Ausdruck, dass ihre Schwestern sich mit Geist und Leben Jesu des Erlösers identifizieren. ein besonderes Anliegen der Stifterin für ihre Schwestern war das Mühen um die innere Sammlung:
"Sie müssen trachten, immer vor Gott zu wandeln." (Erste Regel)

Für die ab Oktober 1854 in Würzburg wirkenden Niederbronner Schwestern ergaben sich bald große Schwierigkeiten durch die Abhängigkeit vom weit entfernten Mutterhaus im französischen Elsass. In Würzburg waren sie Ausländerinnen und konnten jederzeit ausgewiesen werden. Um die Rechtsunsicherheit zu beenden und der Diözese das Wirken der Schwestern zu erhalten, gründete der damalige Bischof von Würzburg, Georg Anton von Stahl, eine eigenständige Kongregation für den Bereich seiner Diözese. Am 15.06.1866 übernahm Schwester Maria Honorine Steimer als erste Generaloberin die Leitung der "Kongregation der Töchter des Allerheiligsten Erlösers" (seit 1969 "Schwestern des Erlösers") nach der von Mutter Alfons Maria Eppinger grundgelegten Lebensordnung und Spiritualität.
Trotz Not und schwieriger Kriegszeiten wuchs die Zahl der Schwestern von Jahr zu Jahr. 1938 waren es nahezu 3000 Schwestern, die in 443 Niederlassungen ihre caritativen Dienste leisteten. Das Verbot im Dritten Reich, Ordensnachwuchs aufzunehmen, leitete den personellen Rückgang ein.
1924 gingen die ersten Schwestern nach Nordamerika, wo sie sich heute besonders alten, kranken, verarmten Menschen und obdachlosen jungen Frauen mit Kindern zuwenden.
1957/58 wurde die erste der drei Niederlassungen in Tanzania (Ostafrika) eröffnet, wo heute 15 Missionarinnen aus Deutschland als Krankenschwestern und Hebammen, als Lehrerinnen und Erzieherinnen in Haushaltungsschulen, in der Ausbildung der Erzieherinnen und im Kindergarten tätig sind.
Seit 1986 bereiten sich junge Afrikanerinnen auf das Leben als Erlöserschwester vor, ausgebildet in verschiedenen Berufen.
Der 3. Oktober 1990 bedeutete auch für die Kongregation die Wiedervereinigung mit ihren Schwestern in der Thüringer Vize-Provinz.
